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11.02.2023

Kirchliche Hilfsorganisationen verstärken Einsatz in Bebenregion

Caritas-Auslandshilfe-Generalsekretär Andreas Knapp auf dem Weg nach Aleppo: 100.000 Euro Soforthilfe bereitgestellt. Auch "Jugend Eine Welt" und Diakonie verstärken Hilfe angesichts von 20.000 Todesopfern in Syrien und der Türkei.

Die heimischen kirchlichen Hilfsorganisationen verstärken ihre Nothilfe in der Erdbebenregion im Südosten der Türkei und im Nordwesten Syriens. Der Auslandshilfegeneralsekretär der Caritas, Andreas Knapp, befindet sich aktuell auf dem Weg nach Aleppo, wie die Caritas am Freitag mitteilte. Auch das Hilfswerk "Jugend Eine Welt" und die Diakonie weiten ihre Hilfe aus. Indes ist die Zahl der Todesopfer auf mehr als 20.000 angestiegen, die Hoffnung, noch Überlebende in den Trümmern zu finden, schwindet Tage nach dem Beben von Stunde zu Stunde.

 

"Die Dimension und die katastrophalen Folgen des Erdbebens im Südosten der Türkei und im Nordwesten Syriens würden immer deutlicher sichtbar", betonte Generalsekretär Knapp: "Es handelt sich um eines der stärksten Beben in der Region seit über 100 Jahren." Er werde sich in Kürze selbst ein Bild von der Lage im syrischen Aleppo machen, kündigte der Caritas-Auslandshilfe-Chef am Freitag an.

 

Angesichts der eisigen Kälte gehe es darum, vor allem auch den Überlebenden schnelle Hilfe zukommen zu lassen. "Alleine im Nordwesten Syriens geht es um 4,1 Millionen Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind. Viele Menschen stehen im wahrsten Sinne des Wortes auf der Straße und müssen dringend vor der klirrenden Kälte Schutz finden." Das sei auch die Priorität der Caritas-Hilfskräfte vor Ort, "sie bringen Leute in sicheren öffentlichen Gebäuden wie Schulen oder Kirchen unter", so Knapp.

 

Die Caritas hat als erste Sofortmaßnahme mit Partnerorganisationen 100.000 Euro Soforthilfe für die Akut-Versorgung zur Verfügung gestellt. "Ein großer Vorteil der Caritas ist, dass wir bereits seit den 1990er-Jahren in Syrien aktiv sind und auf bestehenden Strukturen aufbauen können", sagte Knapp. Aktuell würden vor allem Lebensmittel und Wasser, Kleidung, Matratzen, Handtücher, Kochutensilien und auch medizinische Artikel dringend gebraucht.

 

Spenden: IBAN AT23 2011 1000 0123 4560

Kennwort: Erdbeben Syrien und Türkei

oder Online: www.caritas.at/erdbeben-syrien-tuerkei

 

Die Situation wird immer schwieriger

Auch "Jugend Eine Welt" verstärkt die Hilfe vor Ort, wie das Hilfswerk in einer Aussendung mitteilte. Man habe mit den Don-Bosco-Projektpartnern in Aleppo bereits hunderte Menschen, die durch das Beben ihr Zuhause verloren haben, in Don-Bosco-Einrichtungen, u.a. in einem Kindergarten, unterbringen können. Doch die Situation werde immer schwieriger. "Die winterlichen Temperaturen lassen die Menschen frieren. Es fehlt weiterhin vor allem an warmer Kleidung sowie an Nahrungsmitteln, die aufgrund des großen Mangels mittlerweile sehr teuer sind. Dazu ist die Energieversorgung in der Stadt zusammengebrochen", berichtete Schwester Jeannette El Haji Moussa, Koordinatorin des Don-Bosco-Kindergartens in Aleppo.

 

"Jugend Eine Welt"-Partner in der Region hätten bereits unmittelbar nach der Katastrophe mit der Versorgung mit Hilfsgütern, Medikamenten, medizinischen Utensilien, Verbandsmaterial und wärmender Kleidung begonnen. "Es fehlt an allem, um helfen zu können. Die Bevölkerung litt in den letzten Jahren unter dem Bürgerkrieg, jetzt hat das Erdbeben auch noch ihre Häuser zerstört", schilderte P. Alejandro Leon, Verantwortlicher der Don-Bosco-Einrichtungen im Nahen Osten, die dramatische Situation.

 

Spenden: AT66 3600 0000 0002 4000

Kennwort: NOTHILFE ERDBEBEN

oder Online: www.jugendeinewelt.at/spenden

 

Salesianer helfen in Aleppo

 Die Hilfsorganisation "Don Bosco Mission Austria" steht in ständigem Kontakt mit den Salesianern in Aleppo, wie Bruder Günter Mayer, Geschäftsführer des Hilfswerks, mitteilte: "Die Menschen bekommen von den Mitbrüdern Essen, medizinisches Material, Kleidung und Decken. Jede Hilfe ist kostbar!" Bruder Günther weiter: "Die Situation ist äußerst dramatisch. Die Salesianer Don Boscos haben eine Nothilfe für die vom Erdbeben betroffenen Menschen in Syrien gestartet."

 

Auch die Einrichtung der Salesianer Don Boscos in Aleppo wurde leicht beschädigt, "Gott sei Dank wurde aber niemand verletzt", so Mayer. Im Jugendzentrum wurden Menschen aufgenommen, die obdachlos geworden sind. (Spenden: Don Bosco Mission Austria, Kennwort: Erdbebenhilfe, IBAN AT33 6000 0000 9001 3423)

In Aleppo sind auch die Don Bosco Schwestern tätig und verteilen Kleidung, Essen und Medikamente. Rund 200 Menschen, darunter 30 Kinder, haben vorerst im Kloster der Schwestern Aufnahme gefunden.

 

Spenden:

Solidaritätsverein der Don Bosco Schwestern

Verwendungszweck: Erdbeben Syrien

IBAN: AT73 3600 0000 0017 5000