Gedanken zur 5. Fastenwoche

Ein altes Sprichwort sagt:

Wer Freunde sucht ist Freunde wert,
wer keinen hat, hat keinen noch begehrt.

Schon Cicero sagte: Freundschaft ist das Einzige auf der Welt, über dessen Nutzen sich alle Menschen einig sind. Jeder von uns kennt viele Menschen, Kollegen, Nachbarn, Bekannte. Und er hat hoffentlich auch Freunde. Bei Freundschaft geht es nicht um die Quantität, sondern um die Qualität. Nicht die Anzahl der Freunde ist maßgebend, sondern die Qualität der freundschaftlichen Beziehung. Wirklich gute Freunde hat man sicher nur ganz wenige. Enge Freundschaft zeichnet sich durch ein besonderes Verhältnis von Sympathie und Vertrauen aus. Freundschaft macht das Leben lebenswert und ist eine Bereicherung. Eine gute Freundschaft hat man auch nicht spontan, sie muss sich entwickeln und braucht dazu Zeit, aber sie muss auch gepflegt werden und kann nicht an Bedingungen geknüpft werden. Freundschaft ist wertvoll, sie verträgt offene Worte, man braucht sich nicht zu verstellen oder dem Anderen etwas vormachen. Man gönnt einander alles Glück dieser Welt von Herzen und hilft und stärkt einander in schwierigen Situationen.

Ein Leben ohne Freunde wäre trostlos. Freunde zu haben ist schön und macht glücklich, darum sollten wir Freundschaften auch nicht leichtfertig aufs Spiel setzen. Wie viele wirklich gute Freunde habe ich? Wir sollten froh sein und Gott dafür danken, dass wir diesen Menschen begegnen durften.

Im Sinne des eingangs zitierten Sprichwortes kann ich mich auch fragen, bin ich mit meinem Verhalten und Eigenschaften wert ein guter Freund zu sein?  Würde ich mich selbst zum Freund nehmen?
Es heißt doch auch: Zeige mir deine Freunde, und ich sage dir wer du bist!