Die Geschichte der Groß-Enzersdorfer Orgeln

  • 1615  Als erste Orgel wurde eine hölzerne Orgel, ein “Regal” genannt, gespendet.
  • 1647  erhielt die Kirche ein nach heutigen Maßstäben sehr wertvolles Instrument mit dem Neubau durch Johann Wöckherl (Weckerl), Bürger von Enzersdorf, Erbauer der ältesten Orgel Wiens in der Franziskanerkirche 1642.
  • 1773  Neubau durch Josef Silberbauer aus Znaim im Zuge der Barockisierung der Kirche. Das heute bestehende Gehäuse stammt von dieser Orgel. Die ursprüngliche Fassung war grün.
  • 1919  wurde die Musikempore baulich zu ihrem Nachteil verändert. Die Empore wurde mit Traversen unterfangen, was eine starke Beeinträchtigung der Architektur zur Folge hatte. Außerdem wurde ein neuer Aufgang geschaffen.
  • 1925  Neubau durch die Firma Cäcilia aus Salzburg – Parsch.
    Orgel-Rückpositiv

    Rückpositiv

    Das Positiv, welches einst die Pfeifen des zweiten Manuals beherbergte, wurde stillgelegt und dessen Gehäuse tiefer in die Brüstung versetzt.
    Spieltisch

    Spieltisch

  • 1958  Das Instrument war bereits in einem so schlechten Zustand, dass eine Generalsanierung durch die Firma Philipp Eppel aus Wien notwendig wurde. Dabei wurde auch ein Register ausgetauscht.
  • 1992  Die Orgel war auf Grund der Fehleranfälligkeit nicht mehr bespielbar. Die Probleme lagen vor allem an dem 1925 verwendeten pneumatischen Bedienungssystem. Tonverzögerungen, Heulen und schrilles Pfeifen machten es für die Organisten schwierig, die Kirchengemeinde zu begleiten. Da zunächst die Kirche renoviert werden musste, wurde als Zwischenlösung eine elektronische Orgel angeschafft, die heute allerdings auch nicht mehr einwandfrei funktioniert und einer kostspieligen Reparatur unterzogen werden müsste.