Patrozinium / Gelöbnisprozession

Am 15. August feiert die Kirche das Hochfest der Aufnahme Marias in den Himmel. Dieses Fest ist Ausdruck der Glaubenslehre, dass die Gottesmutter mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen wurde. In unserer Stadtpfarrkirche, die eine Marienkirche ist, ist die Szene der Aufnahme in den Himmel im obersten Teil des Hochaltars eindrücklich dargestellt und verweist somit auf unser Patrozinium (=Schutzherrin). „Mariä Himmelfahrt“ leitet einen Reigen von Marienfesten ein. In dieser Zeit der Marienverehrung wird vielen Pflanzen eine besondere Heilkraft zugeschrieben. Das ist auch der Grund, warum allerorten Kräuterweihen stattfinden.
 
In unserer Stadt ist das nicht anders, konnte man doch schon Tage vor dem Fest die Frauen der Katholischen Frauenbewegung fleißig beim Kräutersammeln und -binden beobachten. Der Beginn des Gottesdiensts mit der Kräuterweihe findet diesen Tag bei der Reither-Ring-Kapelle statt, wo schon ein großes Marienbild auf die Gläubigen wartet. Das Bild der Schwarzen Madonna von Groß-Enzersdorf  wird in einer feierlichen Prozession in die Stadtpfarrkirche getragen. Die Prozession und der anschließende Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche zeichnete sich trotz Urlaubszeit durch die Teilnahme vieler Gläubiger, des Roten Kreuzes sowie der Freiwilligen Feierwehr aus. Nach dem Gottesdienst, gesanglich und musikalisch vom Kirchenchor unterstützt, findet das Fest seinen Abschluss mit einer Agape am Kirchenplatz.
Unsere Pfarrkirche „Zu Maria Schutz“ feiert ihr Patronatsfest jährlich am 15. August, am Festtag Maria Himmelfahrt, dem gleichen Tag wie es die Stifter unserer Kirche im Dom zu Freising auch tun. Wir feiern damit den „Namenstag“ unserer Kirche. Die Gelöbnisprozession ist eine Dankprozession, die ihren Ursprung im Jahr 1830 hat, als die Stadt von einer Hochwasserkathastrophe, welche große Teile des Marchfeldes  - so auch den Ort Kimmerleinsdorf (als Franzensdorf an neuer Stelle wieder aufgebaut) - verwüstet hat, verschont wurde. Sie ist seit damals Bestandteil des Patroziniumsfestes. Das damals angeschwemmte Marienbild fand später in der 1842 erbauten Reitherringkapelle seinen Platz.